Der Inntaler Höhenweg – ein Gedicht!

Nach einer langen Nacht im Zug
Trudeln wir in Jenbach ein.
Schlaf war gerade mal genug,
Wir sind gespannt aufs Stelldichein.

Munter lernten wir uns kennen.
Schau´n einander schätzend an.
Mit denen über Berge rennen,
Ob das für mich was werden kann?

Das Taxi zum Beginn der Reise
War schnell bestiegen: Es ging los!
Zur Seilbahn ging´s auf diese Weise,
Sonst wär´ die Strecke viel zu groß.

An der Seilbahn angekommen,
Freuten wir uns auf den Start.
Ach du Schreck, wir sind benommen:
Schlechtes Wetter: Keine Fahrt!

Dümmlich schau´n wir aus der Wäsche:
Wir wollen doch zur Hütte rauf!
Da springt das Taxi in die Bresche
Und hilft erneut bei unserm Lauf.

Endlich kann der Marsch beginnen
Zur Rastkogelhütte hin.
Zwei Tage woll´n wir dort verbringen,
Haben Wanderlust im Sinn.

Abends bei Getränken, vielen!
Bei Gespräch und Kerzenschein
Lernten wir „Durak“ zu spielen:
Keiner wollt´ der „Dummkopf“ sein.

Nach Ruhetag mit Marchkopfgipfel
Und Rastkogel am dritten Tag
Sah´n wir manche Zirbenwipfel
Für Zirbenschnaps, wie man ihn mag.

Aufgrund von Matsch und schlechten Wegen,
Die Brücke war hinfort geschwemmt,
ein Taxi kam erneut gelegen,
das nutzten wir ganz ungehemmt.

Nach Wattens fuhren wir durchs Tale
Dann wieder hoch den halben Hang.
Soldaten übten viele Male:
Es hallte laut der Schüsse Klang.

Vor dem abendlichen Duschen
Gab es einen kurzen Schreck:
Einer musste in die Puschen,
Denn sein Waschbeutel war weg.

Und so eilte er hinunter,
Lief zum Mittagsplatz zurück.
Schaut´ er doch zum Bette runterdenn
da lag das gute Stück!

Tags drauf kam die lange Strecke
mit viel Kraxeln auf und ab.
Dass man Aussichten entdecke
bei fünf Gipfeln nicht zu knapp.

Völlig müde kamen wir
bei der Glung´zer Hütte an.
Nach dem Essen gab´s ein Bier
und von Helmut kam Gesang.

Der letzte Wegtag war bescheiden
hin zum Patscherkofelhaus.
Die Füße mussten kaum mehr leiden,
denn die Tour lief sich nun aus.

Am letzten Tage ging es runter
mit der Patscherkofelbahn.
Voll Erinnerungen, bunter,
Der Abschied hat uns leid getan.

Text: Monika in Zusammenarbeit mit Rüdiger